Diese würzigen Auberginen mit Austernpilzen in saftiger Tomatensauce und cremiger Tahini ist genau das Richtige für trübe Tage.
(🇬🇧 English version 👇)

Ein herzhaftes Gemüsegericht voller Aromen und Texturen
Dieses Rezept verbindet die samtige Süße der gerösteten Auberginen mit dem fleischigen Biss der Austernpilze und rundet das Ganze mit einer fluffigen, zitronigen Tahinisauce ab. Ideal, um es mit Freunden zu teilen – und es zeigt dir, wie vielseitig und aromatisch Gemüsegerichte sein können.
Warum dieses Gemüsegericht besonders ist
Die Inspiration für dieses Gericht liegt tief in der reichen Küche des Nahen Ostens. Dort werden Auberginen gerne in langen Kochprozessen geschmort, die ihre natürliche Süße und die samtige Textur hervorheben. Die Kombination mit herben Gewürzen wie Baharat, geräuchertem Paprika und Kreuzkümmel verleiht dem Gericht jene warme, verführerische Aromatik, die man in traditionellen Gemüse- oder Fleischeintöpfen findet. Mit Austernpilzen erhält das Rezept außerdem eine tolle, fleischige Komponente – perfekt für alle, die es deftig und sättigend mögen, ohne Fleisch zu essen.
Frische Auberginen haben vor allem von Spätsommer bis Herbst Saison, wobei gerade im Übergang auch Austernpilze, die gerne in milden, feuchten Jahreszeiten wachsen, wunderbar frisch verfügbar sind. Das Gericht eignet sich aber wunderbar für alle Jahreszeiten, da viele der Zutaten – wie Dosentomaten, Tahini und Gewürze – gut lagerfähig sind. So kannst du dir eine tolle Aromenbasis auch außerhalb der Haupterntezeit schaffen.
Hauptzutaten – Farben, Düfte und gesundheitliche Power
Stell dir vor, wie die tiefvioletten Auberginen im Ofen langsam weich werden, ihre Haut leicht karamellisiert, während der süßlich-warme Duft allmählich die Küche erfüllt. Die silbrig-grauen Austernpilze bringen eine interessante Textur ins Spiel: zart, mit einer feinen, fast nussigen Note und der „gezupften“ Optik, die das Gericht besonders rustikal und einladend macht. Die herrlich roten Tomaten – aufplatzt unter der Hitze und in der Pfanne eingekocht – sorgen für fruchtige Frische und einen feinen Säurekick.
Die Gewürze wie Kreuzkümmel und geräucherter Paprika erinnern an ferne Märkte und wärmen mit ihren balsamischen Noten, während das Tahini, aus gerösteten Sesamsamen hergestellt, eine cremige, nussige Umarmung liefert. Dazu kommen frische Kräuter und geröstete Pinienkerne, die mit ihren an Mandel erinnernden Aromen das Geschmackserlebnis noch abrunden.
Gesundheitlich bietet das Gericht einiges: Auberginen sind reich an Ballaststoffen und Antioxidantien, die Pilze liefern wertvolle Proteine und Mineralstoffe, während Tahini mit Calcium, gesunden Fetten und Vitaminen punktet. Die Tomaten steuern zusätzlich Lycopin bei, ein starkes Antioxidans. Zusammen ergibt das ein wohltuendes, nährstoffreiches Gericht, das dich mit Wärme von innen versorgt.
Rezept: Auberginen & Austernpilze mit Tomaten und Tahini-Sauce

Ein Gemüse-Highlight voller Umami und cremigem Kick
Zutaten
- 2 große Auberginen
- 300 g Austernpilze
- 400 g Pflaumentomaten (frisch, gehackt) oder gute Dosentomaten
- 3 EL Tomatenmark
- 4–6 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 Zwiebeln (weiß oder rot), fein geschnitten
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL geräucherter Paprika
- 2 TL Baharat-Gewürzmischung (orientalisches Gewürz mit Zimt, Koriander, Nelke, Paprika)
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 EL getrockneter Oregano
- 1 EL Tamari (glutenfreie Sojasauce, ich bevorzuge Tamari für den intensiven Geschmack)
- 300 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Granatapfelsirup (optional, aber sehr zu empfehlen für fruchtige Tiefe)
- Olivenöl
- Salz & schwarzer Pfeffer
Zum Anrichten:
- Frischer Koriander und glatte Petersilie
- Geröstete Pinienkerne oder Mandeln
- Optional: Granatapfelkerne, Chiliflocken
Für die cremige Tahini-Sauce
- 100 g Tahini (6 EL)
- 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 EL Olivenöl
- 1–2 EL frischer Zitronensaft
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Salz & schwarzer Pfeffer
- 3–6 EL kaltes Wasser (nach Bedarf)
- Optional für mehr Tiefe: 1 EL griechischer Joghurt oder pflanzlicher Joghurt
Anleitung
- Auberginen rösten
- Heize deinen Ofen auf 220°C vor (Ober-/Unterhitze oder 200°C Umluft
- Halbiere die Auberginen längs und ritze die Fleischseite kreuzweise tief ein. Dann großzügig mit Olivenöl bestreichen und salzen.
- Lege die Auberginen mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech und röste sie 35–40 Minuten, bis sie ganz weich und leicht karamellisiert sind.
- Lass sie etwas abkühlen, dann mit einer Gabel das Fleisch herausziehen, aber nicht zu Brei zerdrücken – etwas Textur darf bleiben.
- Tipp: Für mehr Geschmack kannst du vor dem Rösten etwas Kreuzkümmel und Paprika über die Auberginen streuen.
- Austernpilze zerpflücken und anbraten
- Reiße die Austernpilze vorsichtig mit einer Gabel in Streifen – so entsteht dieser tolle „gezupfte“ Look. (Pulled-Effect)
- Erhitze in einer großen Pfanne Olivenöl und brate die Pilze bei hoher Hitze an, bis sie goldbraun und a den Rändern leicht knusprig sind.
- Salze und pfeffere sie, dann nimm sie aus der Pfanne und stelle sie beiseite.
- Tipp: Je goldiger sie werden, desto intensiver der Umami-Geschmack.
- Geschmacksbasis aufbauen
- Gib bei Bedarf etwas Olivenöl in die Pfanne zurück und dünste die Zwiebeln 8–10 Minuten, bis sie weich und leicht karamellisiert sind.
- Füge den Knoblauch hinzu und röste ihn kurz mit.
- Rühre dann die Tomaten und das Tomatenmark ein, lasse alles 1–2 Minuten köcheln, bis die Mischung dunkler und aromatisch wird.
- Streue die Gewürze (Kreuzkümmel, Paprika, Koriander, Baharat, Oregano) ein und rühre gut um.
- Gib Tamari, Gemüsebrühe und Granatapfelsirup (wenn du magst) dazu. Lasse die Soße 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen, bis sie leicht eingedickt ist.
- Das Gemüse dazugeben
- Hebe die Auberginen und Pilze vorsichtig unter die Soße.
- Lasse alles bei kleiner Hitze weitere 10–15 Minuten köcheln, bis die Mischung schön dick und glänzend ist.
- Schmecke mit Salz, Pfeffer und eventuell einem Spritzer frischem Zitronensaft ab.
- Die Konsistenz sollte eher wie ein dicker Eintopf sein, nicht zu flüssig.
- Tahini-Sauce zubereiten
- Vermische in einer Schüssel Tahini, geriebenen Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, Honig oder Ahornsirup sowie Salz.
- Anfangs wirkt die Mischung sehr fest (sie „kehrt“), aber rühre weiter und gib nach und nach kaltes Wasser hinzu, bis die Sauce hell, luftig und glatt wird.
- Schmecke nochmals ab und füge bei Bedarf mehr Säure oder Salz hinzu.
- Optional kannst du für extra Cremigkeit einen Löffel Joghurt unterrühren.
- Anrichten und servieren
- Verteile das Gemüsestew auf einem großen Teller oder in einer Schüssel.
- Träufle die leichte Tahini-Creme großzügig darüber oder arbeite sie mit einem Löffel spiralförmig ein.
- Garniere frischem Koriander, Petersilie und gerösteten Pinienkernen oder Mandeln.
- Optional kannst du Granatapfelkerne oder Chiliflocken darüber streuen für einen fruchtig-pikanten Kontrast.

Serviertipps
Zum Gericht passt wunderbar frisch gebackenes Fladenbrot, Pita oder fluffiger Couscous, mit dem du die köstliche Soße aufnimmst. Auch ein frischer grüner Salat bringt eine schöne Frische ins Menü. Ein leichter Weißwein oder ein fruchtiger Granatapfelsaft runden das Erlebnis stimmig ab. Für ein besonders schönes Tellerbild eignet sich ein großzügiges Tahini-Swirl als Highlight, dekoriert mit üppigen Kräutern und Nusskernen.
Variationen
- Wenn du es gern etwas schärfer magst, füge 1 TL Harissa in die Soße ein.
- Für einen süßen, kontrastierenden Touch kannst du eine Handvoll fein gehackter Datteln untermischen.
- Mit gerösteten Kichererbsen verliehst du dem Eintopf zusätzlichen Crunch und Proteine.
- Statt Austernpilzen kannst du auch Shitake oder Kräuterseitlinge verwenden für einen anderen Geschmack.
Aufbewahrung und Resteverwertung
Dieses Gericht hält sich problemlos 3–4 Tage im Kühlschrank, am besten luftdicht verpackt. Zum Aufwärmen kannst du es sanft in einem Topf erwärmen, eventuell mit einem Schuss Wasser oder Brühe, damit es nicht zu dick wird. Die Tahinisauce solltest du frisch zubereiten, lässt sie sich aber auch gut im Kühlschrank einige Tage aufbewahren und einfach vor dem Servieren durchrühren.
Du kannst Reste auch einfrieren, jedoch verliert die cremige Sauce nach dem Auftauen etwas an Textur, deshalb empfehle ich sie erst frisch zuzubereiten.

Ich freue mich riesig, wenn du dieses Gericht ausprobierst! Lass mich gern wissen, wie es dir gelungen ist, welche kleinen Abwandlungen du gemacht hast oder für welche Kombi du dich entschieden hast. Poste deine Fotos auf Instagram und versehe sie mit @lecker.life. Abonniere meinen Newsletter, wenn du Lust auf mehr leckere, einfache und saisonale Rezepte hast. Gemeinsam bringen wir mehr Genuss in deinen Alltag!
🇬🇧 English version
Pulled Aubergines & Oyster Mushrooms with Tomatoes and Creamy Whipped Tahini
Rich, deeply aromatic and layered with warm spices, this Middle Eastern–inspired vegetable stew delivers serious umami. Roasted aubergines melt into the sauce, oyster mushrooms add a meaty bite, and the whipped tahini brings brightness and creaminess. Perfect for sharing.
Ingredients
Serves 4
🍆 The Vegetables
- 2 large aubergines
- 300 g oyster mushrooms
- 400 g plum tomatoes (fresh, chopped) or good-quality tinned tomatoes
- 3 tbsp tomato purée
- 4-6 garlic cloves, finely chopped
- 2 onions (white or red), finely sliced
- 1 tsp ground cumin
- 1 tsp smoked paprika
- 2 tsp baharat spice blend
- 1 tsp ground coriander
- 1 tbsp dried oregano
- 1 tbsp tamari
- 300 ml vegetable broth
- 1 tbsp pomegranate molasses (optional but highly recommended)
- Olive oil
- Salt & black pepper
To finish:
- Fresh cilantro + flat-leaf parsley
- Toasted pine nuts or almonds
- Optional: pomegranate seeds, chili flakes
🥣 Whipped Tahini Sauce
- 100 g tahini (6 tbsp)
- 1 small garlic clove, finely grated
- 1 tbsp olive oil
- 1–2 tbsp fresh lemon juice
- 1 tsp honey or maple syrup
- Salt & black pepper
- 3–6 tbsp cold water (as needed)
Optional for extra depth: 1 tbsp Greek yogurt or plant-based yogurt
Instructions
- Roast the aubergines
- Preheat oven to 220°C (fan 200°C).
- Halve aubergines lengthwise and score the flesh deeply in a criss-cross pattern. Brush generously with olive oil and salt.
- Roast cut-side down for 35–40 minutes until completely soft and lightly caramelised.
- Let cool slightly, pull out flesh with a fork. Leave some texture — don’t mash.
- 👉 For extra depth: sprinkle a little cumin and paprika over the aubergines before roasting.
- Pull & crisp the mushrooms
- Tear oyster mushrooms into strips with a fork (this creates a “pulled” texture).
- Heat olive oil in a large pan. Fry mushrooms on high heat until deeply golden and slightly crispy at the edges. Season with salt and pepper.
- Remove and set aside.
- 👉 Let them really brown — this builds the umami base.
- Build the flavor base
- In the same pan, add more olive oil if needed.
- Cook onions for 8–10 minutes until soft and lightly caramelised.
- Add garlic and cook briefly.
- Stir in tomatoes and tomato paste and cook for 1–2 minutes while stirring frequently until darkened and fragrant (important for depth).
- Add cumin, paprika, coriander, baharat and oregano.
- Finally add, tamari, vegetable broth and pomegranate molasses (if using). Simmer 10–15 minutes until slightly thickened.
- Assemble the stew
- Fold in pulled aubergine and mushrooms.
- Simmer gently another 10–15 minutes until rich, thick and glossy.
- Adjust salt, pepper and acidity (add a squeeze of lemon if needed).
- The texture should be stew-like, not watery.
- Make the tahini sauce
- In a bowl, whisk tahini, garlic, olive oil, lemon juice, honey/maple and salt.
- It will seize at first — keep whisking while adding cold water gradually until smooth, pale and fluffy.
- Taste and adjust salt and acidity.
- The consistency should be creamy and light, not runny.
- Serve
- Spread the vegetable stew onto a large platter.
- Drizzle or swirl whipped tahini generously over the top.
Finish with:
- Chopped parsley & cilantro
- Toasted pine nuts
- Optional chili flakes or pomegranate seeds
Serve with warm flatbread, pita or fluffy couscous.
✨ Optional Flavor Boost Variations
- Add 1 tsp harissa to the stew for heat
- Stir in a small handful of chopped dates for sweet contrast
- Finish with a drizzle of good olive oil
- Add roasted chickpeas for texture


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